Fuerschen dobaussen: 
mat alle Sënner - Zesummen - 
A Beweegung!

Projektidee & Konzept

Wie funktioniert FuDo - Fuerschen Dobaussen?

Wie ist FuDo entstanden? – Das Pilotprojekt

Lernorte an den Schulen sichtbar machen & Lehrpersonen beim Unterricht zu unterstützen mit konkreten Ideen, das war 2020 ausgewiesenes Ziel des FuDo Pilotprojektes. Dabei soll der Forschergeist der Kinder im Mittelpunkt stehen. Aus dem innovativen SCRIPT-Projekt, dass aus einer ersten Projektidee von Joa Baum, Direktor der Schuldirektion 10 und Dr. Andrea Fiedler, Outdoor Science SARL entstanden ist, ist längst eine landesweite FuDo-Bewegung entwickelt. So dass es mittlerweile heissen kann: "FuDos de schonn?"


Welches pädagogische Konzept steckt hinter FuDo?

Kinder haben von Natur aus viele Fragen an die Welt. Mit ihrem ersten Schritt machen sie sich auf den Weg, diese Fragen zu beantworten. Sie entdecken die Natur, ihre Umgebung und suchen sich selbst ihre Erklärungen. So erweitern sie Schritt für Schritt ihr Wissen. Genau wie bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist der Wissensstand immer ein vorläufiger, d.h. Wissen ist nie endgültig, es kann immer weiter daran geforscht werden. 

Forschen macht man mit Methoden. Jede Wissenschaft hat ihre eigenen Methoden. Alle Forschungsmethoden, die in der Naturwissenschaft genutzt werden, sind auch im Unterricht nutzbar. Das Repertoire geht von: Beobachten, Kategorisieren, Ordnen, Experimentieren bis hin zum Modelle bauen.

FuDo verfolgt beim Fuerschen dobaussen das Konzept des forschend entdeckenden Lernens (Inquiry-based Science Education) mit der Differenzierung nach MacKenzie (2016). So startet eine FuDo-Fro in der Regel mit einer Forschungsfrage für die gesamte Klasse und hat einen strukturierten Ablauf (structured inquiry). Dies unterstützt die Lernenden, sich mit dem Forschungsprozess vertraut zu machen. 

Alle FuDo-Froen sind von den Kindern eigenständig erforschbar und altersgerecht aufgebaut. Im Bereich FuDo-Thema wird der Forschungsprozess zusehends offener bis hin zum selbst gestalten eines Forschungsprozesses (free inquiry). 

Wir als Lehrpersonen sind in der Rolle der Lernbegleitung und der Weggefährten auf der Suche nach den Antworten. 

Quelle : MacKenzie, T. (2016). Dive into Inquiry : Amplify Learning and Empower Student Voice, EdTech Team Press. 

Wie funktioniert forschen?

Zum Forschen braucht man einen Forschungsplan, immer in 3 Schritten:
 

1. Ideen & Vermutungen formulieren

… denn bevor man etwas untersuchen kann, ist es wichtig zu wissen:
was man über die Sache schon weiß,  
was man gerne wissen würde und  
ob man schon eine Idee davon hat, wie es sein könnte.  

Dieser Schritt sollte altersgerecht angepasst sein. Die FuDo-Fro bietet hier einen einfachen Einstieg, da die Forschungsfrage schon vorformuliert ist. Wir empfehlen, während dem Arbeiten zu schauen, welche Ideen die Kinder untereinander diskutieren und diese dann gemeinsam zu formulieren und zu notieren. So kann beispielsweise Schritt für Schritt eine Fragewand gestaltet werden.

2. Vermutungen überprüfen & dokumentieren

… denn dabei kann man die ganze Palette naturwissenschaftlicher Forschungsmethoden austesten.
Wichtig ist in jedem Fall: Alles dokumentieren!  Denn nur so wird aus einer ”flotten Aktivität” eine wirklich ”bildende Lernerfahrung”. Da Fuerschen dobaussen richtig Spaß macht, ist die Dokumentation später auch eine schöne Gelegenheit, sich an die gemeinsamen Lernerlebnisse draußen zu erinnern.

Hierzu benötigt man sowohl Sprachkompetenzen als auch Mathematik. Es gilt, viele Daten zu sammeln und auszuwerten, Texte und Protokolle zu verfassen. Das heißt am sinnvollsten und nachhaltigsten sind die gesammelten Forschungsergebnisse draußen im Sprachen- und Matheunterricht wieder aufzugreifen.

3. Ergebnisse präsentieren & diskutieren

Lernerlebnisse werden nur dann zu bildenden Erfahrungen, wenn alle noch einmal zusammenkommen, um ihre Ergebnisse zu präsentieren & über sie zu diskutieren. 
Gerade unterschiedlichen Ergebnissen und Gedankengängen sollte Raum und Zeit gegeben werden. Das genau macht wirkliche Forschung letztendlich aus. Denn dort sind unterschiedliche Ansätze und Ergebnisse  Motor für Fortschritt!

Lernen muss man begleiten
Zum Begleiten kleiner Forscherinnen und Forscher braucht den Mut, sich auf ihre Forschung einzulassen. So kann es sein, dass man vielleicht nicht auf jede Frage direkt eine Antwort findet.
Lässt man sich darauf ein, hat man die Sicherheit, dass die Motivation der Kinder garantiert ist.
Fuerschen dobaussen: Mat alle Sënner - Zesummen - A Beweegung. 
 

Auf der Plattform liegen folgende Formate vor: FuDo-Fro, FuDo-Wee, FuDo-Thema

Die FuDo-Fro ist die kleinste Forschungseinheit von 1-2 Stunden, bei der die Kinder einer einzigen Forschungsfrage nachgehen können.

Der FuDo-Wee ist ein Weg rund um die Schule, durch die Gemeinde oder ein Wanderweg, bei dem mehrere Fragen zu einem Thema an verschiedenen Stationen bearbeitet werden 
können.

Das FuDo-Thema ist ein fächerübergreifender Unterrichtsentwurf, bei dem verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden, an das naturwissenschaftliche Ausgangsthema in anderen Fächern anzuknüpfen.